Mi

18

Feb

2015

.......Essaouira........so wunderbar....

 

Auf der Strand - Nebenstrecke schunkeln wir ganz gemütlich nach Safi. Die anderen Womos fahren offensichtlich die Hauptstraße, denn wir sind auf dieser Strecke wieder das einzige Womo. Wir machen aber ganz sicher nichts falsch; es ist sehr schön hier so rumzufahren. In Safi wollen wir eigentlich nur zu „dem“ Markt, auf dem wir vor 15 Jahren waren und der uns so so gut gefallen hatte. Im Führer steht, dass der Souk = Markt am Montag, also heute, sein soll. Wir fahren durch die Stadt, können aber leider keinen Markt finden. Und der, den wir meinen, der war riesig!! und am Bahndamm und da ist jetzt nix. So bleibt uns die schöne Erinnerung!!! Und leider erstmal keine Holzschüsseln für unsere Lieben daheim......

super schöne Strandstrecke
super schöne Strandstrecke

 

Ohne Markt fahren wir einfach weiter bis wir nach Souiria Kedima kommen, einem neueren Ferienort mit altem Fischerhafen, sonst nix. Eine mordslange, relativ neue Promenade, die bereits wieder vom Meer kaputt gerissen ist, ein ähnlich langer Parkplatz, ein ewig langer Strand, ein kühler Wind, ein Restaurant mit einem angeketteten Äffchen (traurig), leere Ferienhäuser, sonst nix. Hier können wir zum ersten Mal, ganz für uns, stundenlang in unseren Hängesitzen baumeln, lesen und die Bruzzel - Sonne geniessen. Ganz plötzlich für uns, hat sich das Wetter von dicken Socken und Winterpulli in Sandalen und „Ärmellos“ getauscht. Und wir machen Yoga auf der knapp uneinsehbaren Terasse einer Restaurant Ruine. Endlich mal wieder!!!! Ich bin erstaunt, dass wir trotz längeren Pausen doch so gut immer wieder rein kommen. Sehr zufrieden!!! Und alles ohne, dass uns jemand anspricht. Sehr angenehm.

 


Am Abend kommt dann tatsächlich ein offizieller Kassierer für die Nacht – Parkgebühr 30 DH= 3 €. Er gibt uns ein Parkticket und schreibt handschriftlich ungefragt die Tel Nummer der Polizei darauf, falls irgendwas sein sollte.....

..............Essaouira...........

 

Unser Weg nach Essaouira führt uns über eine wirklich sehr schöne Strecke, die extrem schlechte Schlagloch - Straße missachten wir einfach. Unser Auto macht den perfekten Job!!!!! Das muß jetzt hier einfach gesagt werden!!!! Die vielen riesigen Pfützen sind hier nicht mehr, aber wir überqueren Brücken,die grad so wieder befahrbar sind und können deutlich das Ausmaß der Überschwemmungen vom heftigen Unwetter Mitte Dezember sehen. Heftigste Gräben vor den Häusern, Massen von verschobener, schlammiger Erde, die nun so aufgewühlt und teils unüberwindbar trocknet, der Fluß ist eine rotbraune Brühe. Die armen Menschen!!!!


 

In Essaouira entscheiden wir uns für den Stellplatz etwa 2 km entfernt vom Ort am Strand. Die uns bekannten Alternativen von damals sind keine mehr. Im Hafen ist´s viel zu klein, der große Platz ist uns viel zu trubelig und auf den Campingplatz wollen wir auch nicht. Mit uns stehen bestimmt 30 andere Womos, auch Freaks und Selbstbauer = will heißen, es gibt keine Alternative zum Weißkisten – Bezahlplatz, wenn wir angenehm Essaouira geniessen wollen. Und das wollen wir!!! Denn Essaouira ist unverändert klasse!! So quirlig, so schön und besonders und darum auch ein Magnet, auch für viele bunte, junge Leute.


Für mich ist die Innenstadt – die Medina – zweigeteilt: einmal das Gassengewirr mit den vielen, kleinen, bunten Läden, 1001 Nacht Orient zum Kaufen, Schnick Schnack für die Touristen auch aus den noblen Hotels am Stadrand

und dann die lange Straße mit den vielen, kleinen, weniger bunten Läden mit Alltags Waren für die Einheimischen. Gegensätzlicher kann´s auf so engem Raum kaum sein. Für uns Touris alles geschleckert und hergerichtet, für die Einheimischen der normale „Wahnsinn“.

....Essaouira Hafen.......

Ich weiß mittlerweile ganz sicher, dass Marokko kein Reiseland für meine Freundinnen wäre. Viel zu dreckig und stinkig. Das müßten sie nicht haben und ich freu mich, dass sie unsere Einladung, uns hier zu besuchen, diesmal nicht aufgegriffen haben. Mädels! Ihr habt ein gutes Gespühr für euch!!! Dem Geruch und Schmuddel (und wenn ich, die nicht ganz so ordentlich ist, das schon so sage...) trotzend gefällt uns Essaouira richig gut wieder und auch das undefinierbare Essen aus einer der unzähligen Straßenküchen für 50 Cent (ohne Foto) schmeckt wirklich lecker.

Wenn wir nicht in der Stadt bummeln, sitzen wir in der Sonne und beschliessen, den vielen fliegenden Händlern mit fester Freundlichkeit ein „Non, merci“ " La, shukran" entgegen zu lächeln. Es funktioniert meist und sie winken freundlich lächelnd ab und ziehen zum nächsten Womo, unmittelbar neben uns. Und genau die haben´s auch nicht besser verdient!!! Unmittelbar vor uns parkenden Womos entleeren andere Womos wieder ihren Kacketank in einen Regenwasser Gulli, der mit Sicherheit ganz schlicht in´s Meer neben uns führt. Unglaublich!!! Was red ich über Dreck in Marokko? Die, die schon früh morgens akribisch ihre Auto putzen, sind die größten Schweine!!!! So!!!! Wenn das weitere Marokko bedeutet, ausweglos und dicht an dicht mit diesen ignoranten, ausschließlich Fernseh guckenden und somit Stromagregat süchtigen Weißkisten zu stehen, möchte Micha auf der Stelle umkehren!!!!!


Außer dieses Wohnmobil neben uns!!! Das ist das wohl kleinste, das wir je gesehen haben. Hubert, da war deine SpionageKiste die XXL Luxus Ausführung!!! Eine junge Frau krabbelt raus und ich denke: "Respekt!", eine alleinreisende junge Frau in dem Ding, mehr Platz ist ja auch nicht. Sie hat noch ´nen Hund, der unter´m Fahrzeug schläft und gut aufpasst..

dann klettert ein „ER“ hinter ihr hinaus, nicht wirklich zierlich...und ähnlich wie sie ziemlich schlecht gelaunt und zerknautscht, die Kommunikation liegt etwa bei Minus. Die Zwei hatten gestern Abend ganz offensichtlich verschiedene Meinungen und wir dürfen nun Zeugen der Versöhnung werden. Wäre es nicht so indiskret, es wären sehr schöne Fotos entstanden!!


alles durchdacht!!!
alles durchdacht!!!

 

Zum Abschied von Essaouira kaufen wir uns einen Internet Stick von Maroc Telecom für 200 DH (20 €) incl. 8 GB für einen Monat, ( im kleinen Laden neben INWI, ganz am Ende der Einkaufsstraße ausserhalb der Medina). Er erfüllt brav seine Aufgabe, wenn er denn mal Empfang hat und sagt uns zum Beispiel, dass das Wetter so schön bleibt!!!!


.............. auch in  Sidi Kaouki.....

..leider mit ein bischen – fast zuviel- Wind. Kein Wunder: diese Region ist beliebtes Wellenreiter Land. Doch wir sind sehr erstaunt, wie trostlos es in Sidi Kaouki ist. Zwei kaum belegte Campingplätze und auch sonst ist nichts los. Ein riesiger, endlos leerer Parkplatz, leere Gastronomie, arbeitslose Pferde, Kamele und Quads am Strand. Nur ein knappes duzend Wellenreiter am sonst so sehr beliebten Strand.

Da wollen auch wir nicht bleiben und fahren versuchsweise die Strandstraße weiter; wir wollen mal probieren, wie weit wir die Piste fahren können.


Und nur weil ich einen Arganbaum fotografieren möchte, halten wir und bekommen so von entgegnkommenden jungen Franzosen im LKW- Womo den Tip, rechts die Schotterpiste zu fahren.



Da seien gute Plätze und auch andere Leute. Guter Tip!!! Vereinzelt stehen andere Selbstbauer in einem Argan - Sträucher Gebiet am Strand und wir fühlen uns schnell sehr wohl. Ganz klar kein Weißkisten Terrain. Krasse Franzosen von der Techno Abteilung, Tschechen, die als ganz schlimm geschildert werden ( wir kennen unterwegs ausschließlich nur nette Tschechen!)und so weiter.Hier bleiben wir!

Erkunden die Gegend und richten uns grad häuslich ein, da steht eine andere Sparkasse vor uns und Klaus Holthausen und seine „Reisekunden“ freuen sich mit uns über die persönliche Begegnung außerhalb von Facebook, denn daher „kennen“ wir uns.

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