Messermuscheln sammeln

 

Heute ist ein neuer, besonderer Tag!!! Ich lerne wieder eine weitere Art Ess- Muscheln zu sammeln. Heute ist es die:

Messermuschel, Scheidenmuschel, Rasierklingenmuschel, Schwertmuschel, Stabmuschel

 

Viele verschiedene Namen für ein kleines Tierchen, das gar nicht wie ein Messer oder eine Klinge oder ein Schwert aussieht oder sich so benimmt. Die Messermuschel ist eher sehr harmlos. Zu ihrem Leidwesen bin ich es eher nicht, denn ich möchte die Muscheln heute sammeln und essen.

 

Bei der mir schon bekannten Metallstangen - Methode wird eine Metallstange, die am Ende eine kleine Verdickung hat, in das Muschel – Loch und dann durch die geöffnete Muschel geschoben. Die Muschel schließt sich dadurch automatisch – doch die Stange ist jetzt in der Muschel eingeklemmt. Nun kann der Sammler die Stange aus dem Loch ziehen – mitsamt der Muschel.

Meine heutige Technik wird mir als deutlich besser beschrieben. Ich bin mit zwei Portugiesen unterwegs und lerne heute die Salz – Technik. Diese Metallstangen - Technik ist wirklich sehr effektiv. Sie beherbergt nur einen Nachteil: die Muscheln hat bei dieser Technik keine Möglichkeit sich noch einmal komplett zu schließen um sich zu entleeren = sprich: sie kann ihren Sand und ihre letzte Mahlzeit nicht ausscheiden, weil sie sich nicht komplett schließen kann, weil die Stange dies verhindert. So kann die Muschel nicht entsanden, was man deutlich schmeckt ….

 

es knirscht mächtig zwischen den Zähnen ….

 

Oder man muß die Muscheln vorm dem Zubereiten stundenlangen entsanden und spülen.

   Eigentlich sammelt Carlos mit seinen Kumpels nebenbei auch Messermuscheln, aber hauptsächlich riesen Würmer zum Angeln. Dafür hat er auch diese riesige Forke.

 

Er kann meine hilflosen Versuche nicht mehr aushalten und so geht Carlos für mich voraus und zeigt mir die entscheidende Form der Muschellöcher. Und jetzt weiß ich auch, warum es bei mir nie klappte. Auch nicht vorher mit der Stangen -Technik. Meine Löcher waren rund. Die von den Messermuscheln müssen etwa einen Zentimeter lang und einen viertel breit sein. Das heißt, sie sind rechteckig. Letztlich so, wie die Muschel ja auch selber ist. Warum ich vorher runde Löcher angestarrt habe ... 

                                 keine Ahnung??!!

 

Carlos freut sich „im Stillen“ über mein Staunen und nimmt seine kleine Salz Flasche (vom Discounter) (die hat hier jeder bei sich!?!) und streut je ein Häufchen Salz auf entsprechende „Löcher“.

 Etwa fünf – sechs – Löcher prepariert er. Nicht zu viele auf Mal – sagt er – sonst sieht man die Muscheln nicht rauskommen und man verliert den Überblick –

 - und … tatsächlich tut sich auch gleich etwas bei dem ersten Salzhügelchen …..

 

Das Salz bewegt sich! Eine Kraft von innen pulsiert plötzlich und bewegt das Salz. In einem Bruchteil einer Sekunde verschwindet ein Teil Salzes im Loch und das Loch ist wieder nach oben hin offen.

 Jetzt dauert es einen Moment, aber man muß dabei bleiben, sonst verpasst man den Auftritt, der nun langsam aus ihrem Loch kommenden Muschel.

 Stück für Stück, Zentimeter für Zentimeter entscheidet die Muschel an die Oberfläche zu kommen, - oder eben auch nicht. Sie schiebt ihren Körper sehr vorsichtig aus dem Erdloch. Nur durch den massiven Salz – Einsatz wurde ihr vorgegaukelt, die Flut sei mächtig im Anmarsch.

 

Das ist DER MOMENT, des Zugreifens. Die ersten ein bis zwei Zentimeter gibt uns das Tier, um es daran zu hindern, in seinen Unterschlupf zurückzukriechen. Wir müssen also wirklich aufmerksam und dann auch schnell sein!

 

Meine Mahlzeit ist nicht wirklich üppig … „für das erste Mal kann es sich sehen lassen“ bestätigt mir Carlos. Sein Kumpel

Pedro grinst.

 

Egal!!  Ich geht es jetzt an die Zubereitung für die heutige Mahlzeit.....

 

und wünsche uns und euch einen richtig

 

........................................GUTEN APPeTIT!!!...................................

 

 

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